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„Gottes gute Nachricht erfahrbar machen“


Frieder Trommer als Vorstandsvorsitzender des DGD e.V. eingefĂĽhrt

Eigentlich hatte Frieder Trommer andere Pläne für seinen Ruhestand. Gerne wollte der 64-jährige mehr Zeit mit Frau Rosmarie, seinen drei erwachsenen Kindern und dem Enkelkind verbringen. Eine Reise rund um das Schwarze Meer machen, mehr Zeit für Hobbies haben. „Was man als Rentner so macht…“, lacht Frieder Trommer. Doch entgegen aller Lebenspläne hat er im April dieses Jahres einen Fünfjahresvertrag beim Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband e.V. (DGD e.V.) unterschrieben. Was bewegt Frieder Trommer und was hat er sich vorgenommen?

Marburg, Wehrda. Ein Telefonat im Januar 2021 gibt Frieder Trommer viel zu denken. Ob er sich vorstellen könnte, die vakante Stelle des Vorstandsvorsitzenden des DGD e.V. anzunehmen? Beim Lesen einer Bibelstelle reift seine Überzeugung: „Gott hat mir aufgezeigt, dass ich noch eine weitere Aufgabe habe.“ Auch seine Frau Rosmarie bestärkt ihn, sich doch mit seiner Berufserfahrung einzubringen. Den letzten Ausschlag gibt sein `missionarisches Gen´. „Ich möchte Gottes gute Nachricht erfahrbar machen“, beschreibt Frieder Trommer seine Motivation. Ende April wählte ihn die Mitgliederversammlung des DGD e.V. zu ihrem neuen Vorstandsvorsitzenden.

Eine feierliche Stimmung liegt am 21. Juni auf dem Hebronberg und der Evangeliumshalle, trotz der drĂĽckenden Hitze. Bis zu 500 Menschen haben im Mittelsaal des groĂźen christlichen Konferenzzentrums Platz. Heute bleiben die meisten StĂĽhle frei, denn auch die Veranstaltung zur EinfĂĽhrung Frieder Trommers findet unter strengen Hygieneregeln statt.

Der Titel selbst sei ihm nicht wichtig, vielmehr wolle er Diakon sein und Jesu Bedeutung anderen nahebringen – so beschreibt er seinen Anspruch, der ihn als Vorstandsvorsitzender des DGD e.V. leiten wird. Wichtig ist Frieder Trommer, dass Menschen mehr gemeinsam statt einsam leben, sich aktiv einbringen und dadurch bereichert werden. Bei allen Zukunftsfragen des DGD gehe es doch vor allem um eines: um die Menschen, die wichtiger sind als Dinge oder Zahlen. Die Diakonissen machten es schließlich vor. Sei es in der Arbeit in Krankenhäusern und Altenheimen, in Hauswirtschaft und Verwaltung, in Kirchengemeinden, der Kinder- und Jugendarbeit oder in Tagungs- und Begegnungsstätten: „Die Diakonissen stellten und stellen ihr ganzes Leben in den Dienst am Nächsten. Nicht um ihrer selbst willen, sondern damit die Liebe Gottes deutlich wird. Viele von ihnen über 50 Lebensjahre oder mehr“.

Dankbar Gott Dienen

Frieder Trommer möchte an diese über 120-jährige Tradition anknüpfen: Der DGD entstand als Diakonissen-Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts und entwickelte sich zu einem Netzwerk missionarischer und diakonischer Einrichtungen in unterschiedlichen Rechtsformen und Tätigkeitsfeldern. Seine Mission ist es, Menschen auf vielfältige Art zum Glauben an Jesus Christus einzuladen – mit Worten und Taten gleichermaßen, unter dem Leitsatz „Dankbar Gott Dienen“.

Dieses Werk der Diakonissen zu bewahren und – trotz sinkenden Mitgliedszahlen – die diakonische Arbeit zukunftssicher aufzustellen, das wird Frieder Trommers ganzes kaufmännisches Geschick erfordern. So warten auf ihn auch ganz handfeste Manageraufgaben: Von der Zentrale in der Marburger Stresemannstraße 22 aus verantwortet der DGD e.V. die Arbeit der fünf Diakonissen-Mutterhäuser in Elbingerode (Harz), Lemförde, Marburg, Neustadt-Lachen und Velbert sowie der Schwesternschaft der Stiftung Hensoltshöhe in Gunzenhausen und des Marburger Bildungs- und Studienzentrums in der Schwanallee. Die Arbeit der Diakonissen-Mutterhäuser umfasst u.a. Bildungseinrichtungen, Gästehäuser sowie Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Insgesamt gehören zum DGD e.V. 560 Diakonissen und rund 500 Mitarbeitende.

UnterstĂĽtzung durch groĂźes Netzwerk

„Unser Herr Jesus Christus rüste Sie für diesen Dienst aus und segne Sie“, sagt Pfarrerin Diakonisse Renate Lippe zur Einführung Frieder Trommers. Als stellvertretende Vorstandsvorsitzende hatte sie den DGD e.V. sechs Monate kommissarisch geführt. Aus dem großen Netzwerk des DGD und anderer Verbände sind weitere Gratulanten und Weggefährten gekommen: Gemeinschaftspastor Siegfried Winkler aus München spricht ein Grußwort im Namen der Stiftung Marburger Medien sowie der Evangelischen Allianz in Deutschland. Pastor Reinhard Holmer, Vorstandsmitglied des DGD e.V. und Direktor des Diakonissen-Mutterhauses Neuvandsburg in Elbingerode, gratuliert im Namen des DGD e.V. Segenswünsche der Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR sowie des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands e. V. überbringt Matthias Frey, Direktor von TABOR. Hubertus Jaeger, Kaufmännischer Vorstand der DGD-Stiftung, wünscht Frieder Trommer im Namen der DGD-Stiftung mit Sitz in Marburg und des gesamten DGD Netzwerks viel Erfolg und Gottes reichen Segen.

Für die kommenden fünf Jahre hat sich Frieder Trommer also viel vorgenommen. Mit einem Augenzwinkern fügt er am Rande der Veranstaltung hinzu: „Bevor eine „7“ vor meinem Alter steht, plane ich aber definitiv beruflich etwas kürzer zu treten.“ Aktuell ist Frieder Trommer noch bei der Stiftung Marburger Medien als Vorstand beschäftigt. Seit dem 1. Juli ist er in Teilzeit freigestellt, um den Vorstandsvorsitz beim DGD e.V. zu übernehmen. Ab dem 1. Februar 2022 wird er diese Aufgabe dann in Vollzeit wahrnehmen.

Bild: Blumen am ersten Arbeitstag: Oberin Diakonisse Renate Lippe heiĂźt Frieder Trommer in der DGD Zentrale in der StresemannstraĂźe 22 herzlich Willkommen. Foto: Frank Kaiser


— erstellt am 01.07.21


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