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Der HGV wird 100

(Gunzenhausen) – Am Sonntag 10. Oktober 2021 feierte der Hensoltshöher Gemeinschaftsverband sein 100stes Bestehen. Nicht wie ursprünglich geplant als große Konferenz mit vielen Mitgliedern und Freunden, sondern Corona-bedingt als Gebetstag und im gottesdienstlichen Rahmen einen Jubiläumsempfang im Bethelsaal der Stiftung Hensoltshöhe in Gunzenhausen. Der Vorstand blickt mit den geladenen Gästen aus Kirche, DGD-Netzwerk, Gnadau und den Gemeinschaften und Gemeinden mit großer Dankbarkeit zurück und visionär in die Zukunft.

Es war eine bunte, vielfältige und lebendige Veranstaltung. Bereits am Morgen konnte sich in halbstündige Gebetsveranstaltungen aus verschiedensten Orten eingeklinkt werden. Mit diesem Tag startet auch ein Gebetsnetzwerk, das die Verbundenheit der Gemeinden untereinander noch stärker fördern soll.

Zur Geschichte: Erste Anfänge waren bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert in der Landeskirchlichen Gemeinschaft Augsburg. In dieser ältesten Gemeinde fand dort am 22. Juli 1894 die erste Gemeinschaftsstunde statt. Initiator der dortigen Arbeit war Ernest Mehl, Direktor der Kammgarnspinnerei in Augsburg der später auch in Gunzenhausen die „Hensoltshöhe“ (anfangs ein Erholungsheim), das Diakonissenmutterhaus mitbegründete. Mit Pfarrer Ernst Keupp war der erste Rektor zugleich der erste Vorsitzende des HGV. Offiziell gegründet wurde der HGV am Pfingstmontag, 16. Mai 1921 und hat seinen Sitz und Geschäftsstelle bis heute in Gunzenhausen auf dem Gelände der Hensoltshöhe.

Rund 3.200 Mitglieder in 66 Landeskirchlichen Gemeinschaften und Gemeinden über Bayern verteilt und 6 Kindertagesstätten gehören zum HGV. Der amtierende erste Vorsitzende Volker Ulm sprach in biblischem Bezug auf die Geschichte von Jakob (1. Mose 32) von „Zwischen den Zeiten“. Er wies darauf hin, dass zwischen der alten und der neuen Zeit etwas sehr Außergewöhnliches geschieht: Gott begegnet Jakob. Der biblische Bericht wird hier geheimnisvoll. Volker Ulm betonte: „Obwohl dieser Jakob kein Recht hatte von Gott etwas zu fordern, spricht er in dieser Nacht einen unglaublichen Satz aus: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.“ In diesem Zusammenhang sieht er auch die Vision des Verbandes für die nächsten Jahre eingebettet, in der es heißt: „wir erbitten von Gott den doppelten Anteil allen geistlichen Segens“.

Der neue Gnadauer Präses Steffen Kern zeichnet den Verband aus für seine tiefe Sehnsucht, Bereitschaft; Leidenschaft für Jesus, Gebetshaltung und -aufbruch. Der Schatz aus der Geschichte ist die Diakonie, die zu wachsender Gemeinde führt. Er bestätigte dem Jubilar aber auch den Gründergeist, etwas Neues zu wagen. Sein Wunsch ist mit dieser Gründermentalität mutig nach vorne zu gehen – mit jungen Leuten in den Gremien vor Ort und mit Segen!

Andreas TheiĂź
Inspektor im Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V.

— erstellt am 14.01.22


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